Medieval Legacy - Teil 2

Ziel der Challenge: Sich und die Familie von Geächteten zum König hoch arbeiten.

Teil 2 - Mit gefangen, mit gehangen

Der nächste Morgen begann schlecht für das junge Paar. Im Morgengrauen erwischte sie ein Schutzmann an ihrem Schlafplatz. In all der Aufregung über ihren feurigen Tag hatten die beiden vergessen zur Nacht weiter zu ziehen. Und weil der König ein Hitzkopf war hieß das 48 Stunden Gefängnisaufenthalt für Adela. Immerhin bekam sie hier keinen Sonnenbrand.


Peyton gab sich weiterhin alle Mühe und erntete sobald es dunkel war wieder einige Früchte. Er wusste, dass es Adela im Gefängnis nicht all zu schlecht ging. Immerhin hatte sie ein Bett und eine Toilette. Das hatte er zur Zeit nicht.


Gegen Mitternacht konnte sich Peyton an den Wachen vorbei schleichen und seine Frau besuchen. Er brachte ihr ein paar Äpfel vorbei und berichtete von seinem Tag. Doch er musste bald wieder verschwinden, nicht dass auch er noch inhaftiert wurde.


Als der Morgen graute schlief Peyton nun an einem anderen Ufer. Der Regen der auf ihn nieder prasselte störte ihn kaum, die Nacht war anstrengend gewesen und er konnte Schlaf gut vertragen. Doch es war jetzt herbst und langsam wurde es kühler.


Abends dann kehrte Adela endlich zu ihrer Feuerstelle zurück. Es gab eine herzliche Umarmung, die beiden hatten sich sehr vermisst. Dann zeigte Peyton ihr, was er geschafft hatte. Viele Pflanzen umgaben nun den Feuerplatz, hoffentlich würden sie noch vor dem Winter Früchte tragen.


Diese Nacht war sehr emotionsgeladen. Peyton und Adela hatten sich wieder, sie waren in ein Gasthaus geschlichen und hatten gebadet, einer vor und einer nach Mitternacht, und die Endorphine sprühten nur so durch die Nacht.



Es war die letzte heiße Nacht. Wenige Tage später fiel der erste Schnee und Peyton und Adela holten sich mehr als nur eine Erfrierung. Sie waren immer noch in dünnen Klamotten und ohne Schuhe unterwegs.


Glücklicherweise hatten sie schon ein wenig Geld zusammen und konnten sich ein Zelt leisten. Das speicherte nachts zumindest etwas Wärme. Zudem konnten sie Schuhe und Pullover stibitzen, die sie ein wenig vor dem eisigen Wind schützten.
Peyton kümmerte sich hingebungsvoll um die Pflanzen, doch bald verfielen sie alle in einen Winterschlaf.


Das Zelt jedenfalls, speicherte Wärme sogar noch besser als gedacht. Und bei all dem trüben Grau, hatten sich die beiden ein wenig Spaß auch verdient.


Doch der Ernst des Lebens ließ nicht lange auf sich warten. Da die Pflanzen nun keine Einnahmequelle mehr darboten, wurde weiter geangelt. Sie waren mittlerweile recht erfolgreich darin und hatten sich schon ein stolzes Sümmchen von einigen Tausend Simoleons angespart.


Und deswegen überwog auch die Freude, als sich heraus stellte, dass der nächtliche Spaß seine Spuren davon getragen hatte.


Auch Peyton freute sich sehr. Er wusste, es waren nicht die besten Bedingungen für ein kleines Kind, aber er war zuversichtlich. Das Baby würde zum Frühlingsanfang kommen, wenn die Kälte vorüber war und die Pflanzen wieder Profit abwarfen.
Sie würden es schaffen.


Nicht nur Adela war schwanger.
Königin Janet hatte ihrem Mann einen Thronfolger geboren. Der kleine Armando würde das Königreich übernehmen, wenn sein Vater starb. Auch einen kleinen Bruder, Prinz Harold hatte er schon, und man munkelte, dass die Königin wieder schwanger war.

Auch bei den jungen Geächteten setzte der Kindersegen ein. Es war der letzte Wintertag. Eine Hebamme im Spital hätte wohl Gnade gehabt, aber als bei Adela die Wehen einsetzten war es tiefste Nacht und der Weg zu weit. Peyton tat alles in seiner Macht stehende, um seiner Frau zu helfen. Er wusste, dass Frauen oft an den Folgen einer Geburt starben...


Doch es ging alles gut und bald konnten sie ihren Sohn Thony in den Armen halten.


Er war leicht zu beeindrucken und ein tapferes kleines Kerlchen.


Mit Thony kam der Frühling. Adela kümmerte sich um die Pflanzen, Peyton angelte. Dann tauschten sie. Thony blieb meistens im Zelt.


Und trotz vieler Schwierigkeiten, die das Leben als Geächteter mit Kind mit sich brachte wuchs Thony bald zu einem Kleinkind heran. Er war ganz und gar der Sohn von Peyton mit den dunklen Haaren und den dunklen Augen.


Zu seinem Geburtstag hatten Peyton und Adela sich einen kleinen Teddy leisten können. Er war nichts besonderes und bestimmt schon Third Hand, aber Thony liebte ihn.

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